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Meine Ratte Clyde beim Tomate futtern
 

Einzelhaltung


Über das Thema Einzelhaltung wird vor allem in Foren oft hitzig diskutiert. Einige "Tierhalter" wollen es nicht einsehen und halten Ihre Tiere alleine. Das ist doch mit sehr wenigen Ausnahmen schlicht und einfach Tierquälerei. Hier möchte ich ein paar Denkanstöße geben um von Einzelhaltung abzuhalten.

Welche Tiere müssen mindestens zu zweit gehalten werden?


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Die Antwort ist sehr einfach: Alle (Nager, Kaninchen, Sittiche, Papageien) außer Goldhamster und Zwerghamster.


Warum dürfen diese Tiere nicht alleine gehalten werden?


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In der Natur leben diese Tiere in Gruppen zusammen, sie "brauchen" Gesellschaft. Schon mal daran gedacht wie es wäre, als Mensch das ganze Leben lang nur unter z.B. Kaninchen zu leben? Es würde funktionieren, aber auf was müsste man alles verzichten?


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Kein Mensch kann die Körper- bzw. Lautsprache der Tiere 100pro verstehen geschweige denn sie selbst "sprechen". Versuchen sie mal einem anderen Menschen etwas zu erklären, der blind und taub ist. Schwierig, oder?


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Allein der unterschiedliche Körperbau von Mensch und Tier führt dazu, das viele soziale Verhaltensweisen der Tiere nicht ausgelebt werden können, wie z.B. beim Schlafen kuscheln, kraulen, putzen, füttern.... Könnte ein Tier Deine menschlichen Bedürfnisse befriedigen?


Welche Folgen hat "Einzelhaft" für diese Tiere?


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Die Tiere sind einsam. Egal wie sehr man sich um das Tier kümmert, es wird "gleichartige" Spiel- und Kuschelgefährten vermissen!


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Die Tiere langweilen sich, was z.B. zu Esssucht führen kann. Das kann ich selbst ohne Einschränkungen bestätigen. Langeweile, essen, Einsamkeit, essen... Natürlich kann man das durch viel Abwechslung einschränken, aber hat jeder Mensch 24 Stunden am Tag für das Tier Zeit?


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Es kann zu Verhaltensstörungen führen (z.B. Federrupfen bei Papageien, Agressivität). Ich glaube das Beispiel mit den Papageien dürfte jeder kennen, brauche ich also nicht erklären. Einige Kaninchen machen es sich z.B. zum Hobby ständig mit den Hinterfüßen auf den Boden zu trommeln, Meerschweinchen verfallen bestimmten Bewegungsstereotypen, Wellensittiche "rufen" oft nach Artgenossen was dem Menschen sehr auf die Nerven gehen kann usw....


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Es kann dazu führen, das die Tiere nicht mehr sozial auf andere reagieren. Ewig einsam, irgendwann ist es zu spät etwas daran zu ändern. Tiere die viele Jahre nur mit ihrem Menschen "zusammen" waren verlieren unter Umständen ihre sozialen Fähigkeiten gegenüber Artgenossen, sie werden agressiv gegenüber jeden Vertreter ihrer eigenen Art und verlernen die Sprache und können so nie mehr ein glückliches Leben führen.


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Einzelhaltung ist Stress für die Tiere, die kann sogar zum Tod führen. Ja, auch Tiere kennen diesen netten Zeitgenossen namens "Stress". Und Stress ist wie beim Menschen auch sehr ungesund für das Tier, er schwächt das Immunsystem und schwächt das Herz. Schon mal von Hunden gehört die die Wohnung zerlegen wenn sie alleine gelassen werden? Auch Kleintiere zeigen solches Verhalten, jedoch nimmt man es oft nicht wahr, denn man ist ja nicht zuhause und es passiert ja meist "nur" im Käfig. Diese Tiere brauchen, wie gesagt 24h Stunden aufmerksamkeit, wer hat soviel Zeit?


Worauf muss man bei der Haltung mehrerer Tiere achten?


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Man sollte auf jeden Fall darauf achten, welche Geschlechter man zusammenbringt. Denn nicht alle Tiere sind in diesem Fall gleich.


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Wenn man ein Pärchen hat, sollte man darauf achten, dass das Männchen kastriert ist, damit es nicht zu ungewollten Nachwuchs kommt.


Stichwort "Integration" bzw. "Vergesellschaftung".
Wie gewöhne ich fremde Tiere aneinander?

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Integration ist sehr sehr wichtig! Werden die Tiere falsch bzw. gar nicht intergriert kann es zu blutigen Auseinandersetzungen kommen die im Ernstfall tödlich enden! Ich selbst bin momentan dabei meine 3 Rattenjungs zu einem Rudel zusammen zu schweißen und kann sagen es ist nicht so einfach!

Am besten mal nach "Integration" googeln oder in den entsprechenden Foren mal reinschauen.

Einzelhaltung von Hamstern


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Zwerghamster: Hier scheiden sich die Geister, der eine sagt ja, der andere sagt nein. Mein Fazit: Wenn überhaupt, dann nur Wurfschwestern / -brüder zusammenhalten, die kleinen Knuffels so oft wie möglich beobachten um zu erkennen ob sie sich noch verstehen oder nicht uuuund auf jeden Fall weitere Käfige (für j e d e s Tier einen!) bereithalten, für den Fall des Falles!


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Goldhamster: Hier gibt es kein wenn und aber! Auch wenn es schon vorgekommen ist, das man zwei Männchen in einem (sehr großen) Käfig zusammenhalten kann ohne das sie sich töten, ist das Tierquälerei! Weibchen würden sich sofort zerbeißen! Wer also nur ein Tier halten möchte, ist bei dem Goldhamster gut beraten (natürlich gibt es noch andere wichtige Kriterien...).


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Folgen: Kurz gesagt: Grosser Stress für die Tiere + Streitigkeiten / Bisswunden + Eventuell Tod des schwächeren Tieres


Fazit

Der Aspekt der Gruppen- bzw. Einzelhaltung bei Tieren ist sehr wichtig, sollte auf jeden Fall vor der Anschaffung bedacht werden!



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