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Meine Ratte Clyde beim Tomate futtern
 

Zucker


Die Industrie scheint es gut mit unseren Haustieren zu meinen. Überall leckere Snacks mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, in schönen bunten Farben und vielen Formen. Egal ob Drops oder Knabberstangen, da greift man gerne zu, schließlich will man seinem kleinen Mitbewohnern zu Hause eine Freude machen und Abwechslung bieten.
Doch spätestens beim Blick auf die Zutaten sollte man die Packung wieder zurück ins Regal stellen und lieber im nächsten Supermarkt frisches Obst und Gemüse mitnehmen. Der Grund: Zucker! Hier nun die Gründe warum Zucker so schädlich für unsere Haustiere ist...

Nebenwirkungen von zu viel Zucker


1
Unser Wellensittich Susi: Durch Übergewicht nicht mehr flugfähig Zucker ist sehr kalorienreich und führt leicht und schnell zu Übergewicht. Dies kann zu Bewegungsunlust führen, wodurch weniger Kalorien verbrannt werden und das Gewicht weiter steigt. Desweiteren verfetten natürlich auch die Organe, was dazu führt das ihre Funktion nicht mehr richtig ausführen können. Wenn die Verfettung der Organe zu schlimm wird, kann es natürlich auch dazu führen, dass dies zum Tod führt. Man denke z.B. an das Herz. Ist ja bei uns Menschen auch nicht viel anders.
Unser Wellensittich Susi (Bild oben rechts), hatte mit dem Problem Übergewicht zu kämpfen. Zu viele Knabberstangen und auch die eigentlich zuckerlose dennoch sehr kalorienreiche Kolbenhirse haben gute Arbeit geleistet. Der kleine Federball konnte nicht mal mehr fliegen. Tja, dank Futterreduzierung, Animierung zum Sport und zuckerlose Ernährung dreht auch sie wieder ihre Runden ohne Abzustürzen.


2
Da der Verdauungstrackt der Tiere nicht auf Zucker ausgerichtet ist, kann dieser zu verschiedenen Verdauungsproblemem und Magen-Darm-Problemem führen. Z.B. können durch die Verdauung von Zucker Blähungen entstehen, die dann zu schlimmen Bauchschmerzen des kleinen Fellballs führen. Ich denke davor sollte jeder Halter seine Tiere bewahren.


3
Wie Nadya haben auch alle anderen Kaninchen eine sehr empfindlichen Verdauungstrakt. Vorallem bei empfindlichen Tieren wie Kaninchen und Meerschweinchen kann es zu schwerwiegenden Störungen der Darmflora kommen. Einen sehr guten Text habe ich auf Littleanimalhome.de * gefunden. Die entsprechende Stelle möchte ich hier zittieren, den ganzen Text findet ihr hier *.

"...Damit diese physiologische Darmflora funktioniert, bedarf es eines deutlich basischen Darmmilieus. Bei der Fütterung rohfaserreicher, d.h. zellulosereicher, Futtermittel ist dies gewährleistet. Bei der Verfütterung von zucker- und stärkereichen Futtermitteln nicht: Stärke wird zu Zucker abgebaut und durch Zucker sinkt der f-Wert von zwischen 8 und 9 auf zwischen 5 und 6 ab. Die Folge ist ein Absterben der essentiellen physiologischen Darmflora und ein Überwuchern mit unerwünschten Keimen wie E. coli, die nicht in der Lage sind, Zellulose aufzuspalten und die für diese Tiere essentiellen Stoffwechselprodukte wie Vitamine zu synthetisieren..."


4
Bei Tieren ist es nicht anders als bei Menschen, Zucker führt zu Karies, dieses greift nicht nur die Zähne an, sondern es kann auch zu Entzündungen im Mundraum und/oder zu Problemen mit dem Zahnfleisch führen.


5
Sicher hat jeder schon von etwas von Diabetes, der “Zuckerkrankheit”, gehört. Diese kann man bekommen wenn man zu oft/zu viel Zucker zu sich nimmt und das gilt nicht nur für Menschen, auch Tiere können unter Umständen diese Krankheit bekommen.


6
Natürlich schmeckt Zucker auch Tieren besser als “normales Essen”. Dies kann man sich einfach erklären: In der Natur ist Nahrung nicht im Überfluss vorhanden, eventuell sogar zu wenig. D.h. der Körper versucht einen Vorrat anzulegen (Fett), da das mit z.B. Zucker sehr gut geht (hat ja viele Kalorien) soll das Tier so viel wie möglich dieser Speisen zu sich nehmen. Um das zu erreichen, schmecken zuckerhaltige oder z.B. auch fetthaltige Nahrungsmittel “besser”. Je nach Nahrungsangebot im Käfig kann sich das Tier die leckeren und ungesunden Futterteile heraussuchen. Dies kann auch zu Mangelerscheinungen führen, da so zu wenig Vitamine & Mineralstoffe aufgenommen werden.


7
Mein verstorbener Hamster Snowflake mit getrockneter Banane Bei Hamstern birgt Zucker noch eine andere Gefahr, nämlich das Verkleben der Backentaschen. Jeder weiß wie sehr Zucker klebt, sei es etwa verschüttete Cola oder Zuckerguss auf Kuchen. Nun stellt man sich diese “Klebekraft” im Zusammenhang mit den Backentaschen von Hamstern vor.
Kleine Anmerkung nebenbei: Das selbe kann allerdings auch z.B. mit Banananen passieren, deshalb habe ich meinem Hamster immer nur getroknete Bananen geben.


Alternativen


1
Meine verstorbene Ratte Strolchi in jungen Jahren beim Salat futtern. Täglich frisches Obst und Gemüse (sollte eh auf dem Speiseplan stehen :o) ). Das ist gesund, lecker und bietet viel Abwechslung. Die Menge und die Obst-/Gemüseart hängt vom Tier ab. Ensprechende Informationen gibt es in Fachbüchern und versch. Internetseiten. Allerdings ist eine übermäßige (!) Gabe von Obst nicht zu empfehlen, das dies viel Fruchtzucker enthält der die selben negativen Folgen hat wie “normaler” Zucker.

Smily Fazit: Empfehlenswert!
(bitte vorher nachlesen welche Sorten bedenklos gefüttert werden können)


2
Im Handel wird auch getrocknetes Obst und Gemüse angeboten, z.B. von Pitti, auch dies ist zu empfehlen mit den selben Einschränkungen wie bei frischen Obst und Gemüse.
Auf diese Alternative greife ich persönlich auch sehr gerne zurück da ich meinen Tieren so mehr Auswahl bieten kann, da wir meist nur "Standart"-Obst und Gemüse hier haben. Habe schon verschiedene Hersteller "ausprobiert" und noch keinen Zuckerzusatz gefunden, aber mal drauf schauen ist sicher auch nicht schlecht.

Smily Fazit: Empfehlenswert!


3
Lecker und in Maßen gesund: Naturjoghurt Kleintieren die nicht nur vegetarisches Futter zu sich nehmen kann man hin und wieder auch ein paar "tierische" Snacks wie z.B. Mehlwürmer, Joghurt, Hundekuchen etc. reichen. Auch hier gilt, zu viel ist ungesund (steht z.B. teilweise im Verdacht Gicht auszulösen) und man sollte sich vorher informieren, den es sind z.B. nicht alle Hundekuchen uneingeschränkt zu empfehlen.
Ich selbst gebe meinen Ratten z.B. alle 2-3 Wochen mal einen kleinen Becher Naturjoghurt zum ausschlecken (also den Großteil hab ich vorher selbst gegessen ;) ).

Smily Fazit: Empfehlenswert!
(jedoch nicht bei Vegatariern und nicht im Übermaß)


4
Snacks mit Honig oder Zuckerrübensirub als Zuckerersatz sind nicht wirklich eine Alternative. Diese Stoffe haben die selben Nebenwirkungen wie “normaler” Zucker.

Grumly Fazit: Ungeeignet!
(Warum? Siehe oben!)


5
Natürlich können Hobbyköche und -bäcker Ihren Lieblingen auch selbst etwas backen. :) Rezepte lassen sich im Internet finden. Hier sollte man natürlich auch wieder auf den Zuckergehalt achten. Aber beim selbstbacken hat man ja die Kontrolle darüber!

Smily Fazit: (Eingeschränkt) Empfehlenswert!
(kommt immer auf die Zubereitung an)


Fazit


Weintrauben: Lecker und gesund! Meiner Meinung sollte man die Gabe von Zucker möglichst vermeiden, auch wenn man das schon längere Zeit macht und nichts "passiert" ist, denn auch wenn die Tiere nicht sofort krank werden heißt das nicht das es harmlos oder sogar gesund ist. Natürlich gebe auch ich ab und zu mal etwas das nicht sooo gesund ist *räusper*, das sollte aber wirklich nur eine Ausnahme sein. Unsere Haustiere essen das was wir ihnen geben. Wir haben also die Verantwortung für sie.
(Und vielleicht sollte sich der eine oder andere Zweibeiner auch mal selbst an die Zuckernase fassen und was ändern. Zumindest schließe ich mich da nicht aus. ;o) )

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